Ecole Wend-Zoodo

Vorgeschichte...

Das zu den ärmsten fünf Länder der Welt gehörende Westafrikanische Burkina Faso stellt mit einer Analphabetenrate von 80% einen der bildungsschwächsten Staat im weltweiten Vergleich dar. Nur ein knappes Drittel aller Kinder haben die Möglichkeit zum Schulbesuch.

Um diesem Missstand entgegenzutreten begann ein einheimischer Lehrer Mitte der 90iger Jahre Kindern aus den armen Nachbarschaften seiner Heimatstadt Ouagadougou Unterricht zu erteilen.

Das Projekt

Mittlerweile ist die Schule Wend-Zoodo eine 6jährige Grundschule mit ca. 650 Schülern. Neben dem regulären Unterrichtsstoff - Lesen/Schreiben, Mathematik, Geographie etc. erhalten die Kinder Kenntnisse in Gartenbau und Hygiene.

In den letzten Jahren schnitt die Schule bei den zentralen Abschlussprüfungen im Vergleich mit anderen Schulen außerordentlich Gut ab. Ein Grund  dafür dürfte in der hohen Motivation bei Schulverwaltung, Lehrer und Eltern liegen. Das Projekt wird von deutscher Seite alleine finanziell und beratend unterstützt, die Verantwortung für die Schulentwicklung und Schulverwaltung liegt jedoch ganz in den Händen der einheimischen Fachleute.

1998 wurde die Schule mit einer Solaranlage ausgestattet, so dass nun Abendschulen für die Elterngeneration durchgeführt werden können. Das Interesse an Alphabetisierungskursen ist insbesondere bei den Frauen sehr hoch.

2000 wurden drei Computersysteme eingerichtet, die in der Schulverwaltung und der Computer-Ausbildung der Lehrer eingesetzt werden. Langfristig ist geplant, weitere Computer als Zusatzangebot der Schule für Weiterbildung zu installieren.

Mehr als Schulwissen

Ein wichtiges Anliegen der Schulleitung und vieler Lehrer besteht darin, die verändernde Kraft, die sie im Glauben an Jesus Christus erlebt haben, ihren Schülern weiterzuvermitteln. Da im burkinabischen wie im französischen Schulsystem Religionsunterricht nicht zugelassen ist, organisiert die Schule in Zusammenarbeit mit den umliegenden Kirchen freiwillige Veranstaltungen außerhalb der Schulzeit.