Studenten fördern Grundbildung im Südsudan

Missionsopfer der SMD+

Das Missionsopfer des Sommer Semesters 2004 der Christlichen Hochschulgruppen der SMD ist für die Mädchenschule Pancuai bestimmt.

 

1. Projektbeschreibung

Die Pancuai Girl School (PGS) ist eine Mädchenschule mit 180 Schülerinnen in Pancuai in der Region Rumbek/Südsudan. Etwa die Hälfte der Mädchen, von denen infolge des Bürgerkrieges viele Waisen sind, leben und wohnen im Internat. Die PGS entstand im Jahr 1997 auf Eigeninitiative einiger Dinkas, einem Volk, das in dieser Region ansässig ist und hauptsächlich von Rinderzucht und Hirseanbau lebt. Die PGS befindet sich in einer Gegend abseits der Kriegswirren, sodass ein kontinuierlicher Unterricht möglich ist.

   

 

 

 

 

 

 

   In Pancuai

2. Projektziele

Die infrastrukturellen Begebenheiten sind im Südsudan aufgrund des Bürgerkriegs äußerst schwierig. Eine gute Etablierung der Schule in personeller und materieller Hinsicht werden die Hauptaufgaben für das kommende Jahr sein. So soll beispielsweise eine qualifizierte Schulleiterin für die Schule gefunden werden. In Form von Workshops sollen die Lehrer eine Fortbildung erfahren und so in Verbindung mit Lehrmaterialien für eine gute Qualität der Schulbildung sorgen. Ein weiterer Punkt, den es im nächsten Jahr zu finanzieren gilt, ist die Gewährleistung von regelmäßigen Gehältern der Lehrer. Nur so kann die Motivation für einen guten Unterricht erhalten werden und eine Fluktuation der Lehrer vermieden werden. Neben der Erstellung eines den kulturellen und sozialen Gegebenheiten angemessenen Lehrplans wird zudem die Bereitstellung von adäquaten Lehr – und Lernmaterialien im Vordergrund stehen. Letzteres kann durch die Spenden des Missionsopfers ermöglicht werden. Eine Aufstellung der Kosten sieht wie folgt aus:

  • Schulbücher und Lehrermaterial (4040 Euro),

  • Tafeln und Kreide (326 Euro),

  • Bibeln und Wörterbücher (1130 Euro),

  • Lektürebücher (730 Euro),

  • Utensilien für den Mathematikunterricht, Karten und Atlanten (1663 Euro),

  • Schreibhefte (1725 Euro) und

  • Schreibutensilien (292 Euro).

Dies ergibt insgesamt eine Summe von 9906 Euro.

 

3. Der Verein Wend-Zoodo e.V.

Der Verein ´Wend-Zoodo e.V.´ wurde 1994 gegründet und ist durch das Finanzamt als gemeinnützig anerkannt. Zweck des Vereins ist es, durch die Förderung von christlich geführten Bildungsprojekten jungen Menschen in armen Ländern Zukunftsperspektiven zu eröffnen. Als Christen sind die Mitglieder des Vereins der Auffassung, dass eine Schulbildung nicht alles ist, was Menschen brauchen. Der  Vereinsname "Wend-Zoodo" lautet übersetzt "Freundschaft Gottes". In der partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den einheimischen Fachkräften soll von dieser Freundschaft weitergeben werden und auch die Schüler unserer unterstützten Schulen sollen diese Freundschaft erfahren können.

4. Begründung des Antrags

Die PGS ist ein Hoffnungszeichen in einem Land, in dem seit mehr als 20 Jahren ein grausamer Bürgerkrieg herrscht – so ist die PGS im weiten Umfeld die einzige Schule mit vergleichbarem Bildungsangebot. Es macht Sinn, gerade diese Mädchenschule zu fördern, da Mädchen sonst durch frühe Heirat der Zugang zu Bildung verwehrt wird. Wend-Zoodo e.V. will zudem das Engagement der Christen vor Ort stützen. Allerdings ist Wend-Zoodo e.V. ein relativ kleiner Verein mit wenig Mitteln und die PGS erhält außer durch diesen Verein kaum Unterstützung. Das Missionsopfer der Hochschul-SMD wird somit ein wertvoller Beitrag zum Aufbau der Schule. 

Weitere Informationen zur Pancuai Girl School sind hier zu finden.
 

Weitere Infos zur Mitarbeit und Unterstützung sind hier auf unserem Faltblatt zusammengefasst.